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Großprojekt 1: #ichtraumich-selbstliebe

Vor einiger Zeit habe ich mir verschiedene Möglichkeiten angelesen, um besser an mich selbst zu arbeiten. Ich weiß, dass soetwas nicht leicht ist, aber jeder hat Ziele und jeder hat seinen eigenen Schweinehunde; und dieser Troll ist darauf trainiert, es einem so richtig schwer zu machen.

Ich behaupte, je weniger man sich um sich selbst kümmert und die Selbstliebe vernachlässigt, um so stärker wird der Troll.

 

Die vier Säulen des Lebens

Wenn ich an mein Leben denke, kann ich mich nur schwer entscheiden, was genau für mich wichtig ist. Vor einiger Zeit hatte ich sogar gedacht, dass ich mich immer für eins entscheiden müsste. Ich glaubte, nur weil ich nun Mutter bin, dürfte ich mich nicht mehr für Kreatives interessieren; weil ich Mutter bin, muss mir Haushalt spaß machen. Ich sträubte mich dagegen, denn ich wollte alles auf einmal gut machen. Ich wollte mich nicht entscheiden, bzw. ich konnte das nicht.

 

Nun hatte ich mich hingesetzt und begonnen zu notieren, welche Bereiche sich in meinem Befinden. Ich kam zu meinem Entschluss, dass sich das Leben so aufteilen lässt:

1. Säule

Gesundheit, Hobbys, Ernährung, Sport

2. Säule

Beruf und Leistung

3. Säule

Lebenssinn und Selbstverwirklichung

4. Säule

Soziale Kontakte, Familie und Freunde


Die Benjamin-Franklin-Methode

1. Erstelle eine individuelle Liste mit sechs bis zwölf Punkten, die man an seinen Verhalten oder Gewohnheiten verändern will.

2. Nimm dir nun jede Woche einen Punkt vor, der in den Alltag integriert werden kann.

3. Nun arbeitet man die ganze Woche täglich an diesen Punkt und bewertet die Fortschritte (heutzutage nennt man das tracken)

4. Am Ende der Woche zieht man dann ein kurzes schriftliches Fazit.

5. Für die folgenden Wochen nimmt man sich nun den nächsten Punkt vor.


Und was ist nun mit dem Troll?

Vermutlich glaubst du nun, wenn du dir schon einen 5-Jahres-Plan zurecht gebastelt hast, sollte das eigentlich überflüssig sein. Aber ich sage dir, dass es nicht so ist. Der 5-Jahres-Plan ist ganz speziell für deine Ziele. Für mich ordne ich es zu allen Säulen zu. Nun komme ich um die Ecke und sage dir, nutze die B-F- Methode und wahrscheinlich ist das nun zu viel.

 

Aber! Die Ziele kannst du nur erreichen, wenn du auch an deinen Gewohnheiten schraubst. Wer zehn Kilo abnehmen möchte, muss sich zwangsläufig täglich mit seinem Ziel auseinander setzen. Wenn ich nun bedenke, dass eine Gewohnheit etwa 21 bis 30 Tage dauert, bis sie in Fleisch und Blut übergegangen ist, steht uns viel Arbeit bevor.

 

Nun möchte ich nicht, dass du nur hart arbeitest, nein, es geht auch darum, den Schwellenhund/Troll so zu beschwichtigen. Und genau das machst du nochmal für deinen Troll.

 

Stell dir vor, du verhandelst mit deinem Troll über das Thema, deinen Roman endlich fertig schreiben zu wollen. Dich täglich dran zu setzen und dich selbst für deine Disziplin zu belohnen. Schreibe dir nun zu jedem oben gefundenen Punkt, eine Belohnung hin, ABER die dich nicht in deinem Ziel sabotiert. Es nützt gar nichts, wenn du versuchst, mit dem Rauchen aufzuhören, aber dir zur Belohnung am Ende des Monats eine neue Schachtel kaufst. Klinkt kompliziert in der Umsetzung, aber ich werde berichten, wie es in meiner Praxis funktioniert. Ich frage mich morgens, was kann ich Gutes für mich tun? Und am Abend, was habe ich getan, um meinen Troll bei Laune zu halten?

 

Wichtig ist einfach, dass man das ausprobiert, was man gut findet und das behält, was einem auch nützt. Was nichts taugt, sollte man nicht behalten.