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Meine perfekte To-Do-Liste

Jeder kennt das: Man schreibt sich tausend Dinge auf, die man zu erledigen hat, aber am Ende des Tages hat man nur sehr wenige bis nichts davon erledigt.

Die To-Do-Liste ist das beliebteste Planungs- und Organisationsmittel überhaupt. Sie funktioniert sogar, wenn man sie auch wirklich richtig nutzt. Bis vor etwa einem Jahr habe ich noch daran gearbeitet und mir Ellen lange Listen geschrieben, aber war ständig frustiert. Ich fühlte mich getrieben von meinen eigenen Aufgaben, weil ich den Überblick verloren habe. 

Heute möchte ich euch meine Methode vorstellen, wie ich die To-Do-Liste nicht nur mache, sondern sie auch erfolgreich immer erledige. Sollte etwas unklar sein, schreib mir einfach eine Mail, ich beantworte gern konkrete Fragen.

1. Welchen Sinn es und wie erstelle ich meine perfekte To-Do-Liste?

Für mich gibt es drei Bereiche: die unsortierten To-Do's (Braindump), die Wochen-To-Do's und zu letzt die absoluten Tages-To-Dos.

 

Im Grunde nutze ich meinen Braindump dauerhaft. Hatte ich schon mal erwähnt, um einfach Dinge zu notieren, die zu tun sind, aber noch nicht genau wann. Hier können unendlich viele Dinge stehen, in der Regel sinde es um die 100/200 Dinge, die man so machen möchte.

 

Ich zücke also mein Braindump-Notizbuch und suche mir die To-Do's raus, die ich in den nächsten 10 bis 7 Tagen erledigen möchte. Das sind meine 'möglichen' To Do's für den Tag.  In der Regel sind das etwa 30 Aufgaben, die man in den nächsten Tagen erledigen möchte. Wenn ich meine Top To-Do's erledigt habe, dann kann ich entscheiden, ob ich weiter mache oder eben nicht. Ich kann vorarbeiten oder einfach die Zeit genießen, die ich mir erarbeitet habe. Warum das ganze?

 

Ich habe gemerkt, dass ich unmöglich für die nächsten zwei Wochen planen kann. Es überfordert mich, ich verzettel mich und es frustriert mich sehr, wenn ich es nicht schaffe. Ich kann einfach nicht weiter in die Zukunft planen, grobe Dinge, natürlich kann ich das, aber wenn ich die normalen Haushaltsdinge erledige, werde ich nie, meine eigentlichen Ziele umsetzen, weil ich mich immer weiter und weiter in meinem Hamsterrad bewege. D. Frerix nannte es damals Konsequenzlevel. Um die richtigen Ziele zu realisieren, muss ich die Dinge erledigen, die sich am meisten auf mein Leben auswirken. Wenn ich ein Buch schreiben möchte, so  muss ich gezwungenermaßen erstmal damit beginnen, einen Entwurf zu schreiben, ihn zu überarbeiten und und und ...

Ich gebe mir die größte Mühe, meine aktuelle To-Do-Liste so zu gestalten, dass ich aus jedem Bereich meiner Säulen des Lebens eine Top-Aufgabe in der Woche erledige. So gewährleiste ich, dass ich meinen Weg in meinem Leben eigenverantwortlich gehe. Ich bin selbst für mein Seelenheil verantwortlich. Niemand anderes kann das für mich übernehmen und genau deswegen ist auch die Haltung zu meiner Planung entscheidend.

2. Die Termine vorbereiten und integieren

Wenn ich meine normalen Wochenaufgaben notiert habe, sollten es nun etwa bis zu 30 To-Do's anwachsen. Nun nutze ich meinen Kalender und schaue mir an, was die kommende Woche noch bringt und welche Termine anstehen.

30 Aufgaben hört sich viel an, ist es auch, aber nicht, wenn ich strukturiert an die Sache herangehe. So brauche ich für meine Liste nur noch wenige Minuten und es wird erledigt. Das braucht natürlich etwas Übung, die Zeit richtig einzuplanen, aber wenn man nur die Hälfte zu beginn schafft, so ist das schon mal viel Wert.

Wichtig: Es wird nur notiert, was tatsächlich nicht bis nächste Woche warten kann!

3. Tages-To-Do's und Proiritäten

Nun nimmt man sich noch einen roten Stift und markiert sich, welche To-Do's HEUTE erledigt werden müssen. Die 3 wichtigesten Dinge - vorher gehe ich nicht ins Bett - werden einfach umgesetzt. Und jeden Abend suche ich mir weitere Top To-Do's für den nächsten Tag aus und überprüfe, ob ich noch etwas vergessen habe.

4. Abhaken

Das ist natürlich selbstverständlich. Es tut gut, wenn man weiß, dass man zumindest seinen eigenen Kram im Griff hat.

5. Weitermachen

Theoretisch sollte nichts mehr auch meiner Liste stehen. Wenn noch etwas übrig ist, sollte man sich fragen, ob das, was noch geblieben ist, wichtig genug ist, um es die Woche darauf zu übertragen oder! es zu streichen. Denn was nützt es, wenn man etwas notiert, weil die Nachbarin der Meinung ist, die Wäscheleine muss ordentlich aufgewickelt werden oder sonst irgendetwas. Wichtig ist, dass jeder das macht, was für ihn nützlich und sinnvoll ist. Jeder hat nur das eine Leben, es mit den To Do's anderer zu füllen, ist unnütz und hilft niemanden - besonders nicht dir. Natürlich darfst du deinen Freunden beim Umzug helfen, aber nur, wenn es für dich auch wichtig ist - fühl dich nicht gezwungen etwas zu tun, was du nicht willst. Wenn du deine Fenster nur alle vier Monate putzt, dann ist das für dich ok. Du kannst es nie jedem recht machen und ich habe mir fest vorgenommen, es nicht mehr zu tun.  Und verrückterweise, schaffe ich mehr, bin entspannter und konzentrierter. 

Mir geht es so richtig gut damit, weil ich nicht mehr nur gelebt werde, sondern lebe. Ich lebe, weil ich die Macht habe, mein Leben zu gestalten, wie es sich für mich gut anfühlt.

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