Imkerei Silvia Klöpper

GoldImme - Steinfurter BienenGold

Die GoldImme

Hier möchte ich Euch mitnehmen in eine besondere Welt. Die Welt der Apis mellifera Ligustica. Die Goldbiene. Meine Goldbiene. Wie komme ich auf diesen Namen? Es ist offensichtlich, denn die Ligustica ist eine sehr helle Biene. Ihre markanten Streifen glänzen in der Sonne wie pures Gold.

 

Die Lugustica ist die italienische Honigbiene, kommt aber auch vermehrt in Schweden und Dänemark vor. In den nördlichen Regionen Europas ist sie mittlerweile überwiegend in der beruflichen Imkerei vertreten. Hier in Deutschland gibt es überwiegend die Apis mellifera Carnica oder Buckfast. In Österreich ist die Dunkle Biene, die Apis mellifera mellifera am häufigsten und die Urbiene unserer heimischen Honigbiene. Es gibt noch viel mehr Bienen. Von den Wildbienen ganz zu schweigen. Sie faszinieren mich zunehmend. 

Meine Motivation und Inspiration

Mittlerweile sollte jeder mitbekommen haben, dass ich wohl schlicht weg ein seltsames Wesen bin. So sind meine Interessen höchst vielseitig und weit verzweigt.

 

So interressierte ich mich schon seit meiner Kindheit für die Natur und das Leben. Die einzelnen Bräuche und Rituale, selbst das Hexentum nahm einen großen Teil meines Lebens ein. Nicht, weil ich jemanden verzaubern oder schaden möchte, sondern weil mir das Leben im Einklang mit der Natur und ihrer Wirkung so gut gefällt. Viele Bereiche faszinieren mich noch immer. Besonders das Handwerk und wer mir gefolgt ist, weiß, dass ich selbst eine große Neigung und Verständnis für handwerkliche Dinge verfüge. Aber nun schweife ich schon wieder ab. Schamanen, Indianer und auch die Chinesische Kultur glauben daran, dass jeder Mensch seit seiner Geburt einem Tier zugeordnet ist. Die Indianer gehen sogar soweit, dass jeder ein Kraft- und/oder Totemtier hat. Diese Tiere können sich im Laufe des Lebens ändern. Es sind Weggefährten, die dir zur Seite stehen, wenn Du sie brauchst.Und ich bekenne mich, ich glaube daran. Sehr sogar.

 

Als Kind faszinierte mich der Falke schon sehr lange, doch sah ich mich nie als die Führungsperson, wie sie in ihrer Darstellung intepretiert wurde. Schließlich bin ich ein Widder, ein Feuertierkreiszeichen. Der Drache in China und noch viele mehr. Oft hatte ich das Gefühl, ich müsse mich zerreißen, weil ich Eigenschaften dieser Wesen in mir trage, aber wenn ich mich mit anderen Führungskräften oder Menschen verglich, stellte ich nur fest, dass ich überhaupt keine Autorität ausstrahle. Es gibt diese Menschen, die in den Raum kommen und ihn einnehmen, wie Obama. Menschen die so viel fleißiger oder selbstbewusster ihren Weg gehen, als ich es jemals könnte.

 

Das gesamte Wabenkonstrukt, das gesamte Volk, mit der Königin, dem Drohn und der jüngsten Brut und ihren Arbeiterinnen sind als Gesamtorganismus bekannt. Der Bien.

 

Nach einer langen Reise habe ich nun den Bien als meinen tierischen Begleiter ernannt. In meine eigens für mich interpretierten und besonderen Form. Der Falke ist noch immer ein wichtiger Teil, denn die Zielstrebigkeit sind schon immer wichtige charakterliche Merkmale von mir gewesen. Ich brauche nicht immer das Zepter führen und trotzdem bin ich so wichtig und wertvoll für meine Familie, meine Freunde und Projekte wie der Bien für ihr überleben. Das Kreativmonster, welches sich ablenken ließ, wissbegierig und voller Tatendrang war, machte meine Umwelt fast wahnsinnig. Doch ich konnte begeistern, ganze Feuerwerke kann ich entfachen, wenn ich den Sinn gefunden habe. Mein Warum oder das der anderen. Niemals soll es bedeuten, dass ich nur an mich denke. Wenn ich verstand, was andere wollen, konnte ich die loyalste Person für diese sein und würde in jede Schlacht gehen.

 

Ok, ganz so dramatisch wollen wir nun nicht sein. Aber die Biene inspiriert mich auf so vielen Weisen. Sie sammelt Nektar und Pollen, arbeitet bis in ihren Tod für die nächste Generation. Für die Brut und es ist bewiesen, dass die Sammlerinnen die künftige Generation niemals zu Gesicht bekommen. Ihre Lebensspanne ist schlicht viel zu kurz. Im Grunde ist die Biene länger ein Ei bzw. eine Larve oder Puppe als eine Biene.

 

Und trotzdem setzen sie Konsequenzen. Jedes Jahr aufs Neue kann man die Drohnenschlacht beobachten, wenn die Arbeiterinnen die Drohnen aus dem Stock werfen, weil der Winter vor der Tür steht und der Bien mit den vorhandenen Ressourcen haushalten müssen. Nur wenige Drohnen schaffen es, sich im Stock zu verstecken. Sie sind die Reserve vermutlich für die ersten neuen jungen Königinnen, wenn die alte während der Wintermonate stirbt. Wer weiß das schon?

 

Wenn der Bien im Winter verhungert, weil das Futter knapp wird, verhungert das ganze Volk. Niemals würde die Biene sich einen eigenen Vorteil daraus verschaffen. Es lohnt sich auch für sie mehr oder minder nicht. Sie wäre im Zweifel ohne ihr Gefüge nutzlos und hilflos.

 

Natürlich bin ich keine Biene. Aber dieser Gedanke gefällt mir. Ich weiß es zu schätzen, dass ich meine Söhne aufwachsen sehe. Dass ich alles, was ich tue, für sie mache.

 

Mal ganz davon abgesehen, dass ich Tee mit Honig liebe, Kerzen mein Wohlfühlfaktor sind und ich diesen Leitgedanken liebe.

 

Aufgrund der ganzen Hintergründe war es nahezu offensichtlich, dass es die Goldimme sein musste. Der Name Steinfurter BienenGold würde lediglich etwas über den Honig sagen, aber nichts über mich.

 

Wenn ich nun noch viel tiefer gehe und sage, dass jeder das Märchen der Goldmarie und Pechmarie kennt, macht das noch viel mehr Sinn. Bücher und Geschichten haben mich schon immer geprägt. Die Geschichte der Frau Holle haben mir schon seit Kindertagen an gelehrt, dass wir für uns und jeder für sich verantwortlich ist. Ich bin für mein Glück und Unglück selbst verantwortlich. Es nützt überhaupt nichts, wenn ich auf andere sauer bin, an der Situation aber nichts ändere.

 

Trotzdem mache auch ich nicht immer alles richtig und bin durch und durch weg fleißig. Manchmal träume ich vor mich hin, schmiede nach Lust und Laune neue Pläne, genieße die Sonne wie die Goldimme auf einem großen schönen Sonnenhut.

 

Der warme Duft von Bienenwachs ist mein Geruch für Fleiß und erinnert mich an so vieles.

Warum erst jetzt?

Weil mir wie so oft zu vor auch in unterschiedlichen Bereichen der Mut fehlte. Ich glaubte, ich müsse erst alles wissen über die Bienen, bevor ich das Volk in mein Leben lasse. Praktisch unmöglich, man siehe es an meinen Kindern. Ich kenne sie so gut und trotzdem läuft nichts nach Plan. Theorie und Praxis stimmen so oft nicht überein.

Man hänge Mittelwände in einen Honigraum und leere Rähmchen - was werden wie wohl ausbauen?

Theoretisch die Mittelwände, doch in der Praxis bauen sie lieber selbst. Mal ganz davon abgesehen, dass die Bienen selbst auch einen eigenen Charakter haben, die einen machen es sich leicht und die anderen kompliziert. Das Ergebnis und Ziel ist das Gleiche - das Volk versorgen und sich für den Winter vorbereiten.

 

Willkommen in meiner Welt, mich muss nicht jeder verstehen, es reicht, wenn man mich so nimmt, wie ich bin. Bei mir angefangen.

 

Seit 2021 bin ich nun stolze Imkerin und habe ein prächtiges Volk.

 

Da bekommt mein Begriff VerlagsBienen gleich eine andere Bedeutung.

Für mein Team kann ich sprechen und sagen, dass jeder so fleißig ist und meine Goldimme ist.